Was ist hydraulic fracturing?

Hydraulic fracturing, auch bekannt als "Fracking", ist eine Methode zur Gewinnung von Erdgas oder Erdöl aus tiefen Erdformationen, die eine geringe Durchlässigkeit aufweisen.

Bei dieser Technik wird eine Flüssigkeit – typischerweise ein Gemisch aus Wasser, Sand und chemischen Zusätzen – unter hohem Druck in die Gesteinsschichten gepumpt. Der hohe Druck erzeugt Risse im Gestein, und der Sand ermöglicht es, dass diese Risse offen bleiben und das Gas oder Öl entlang der Schicht nach oben fließt.

Hydraulic fracturing hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen, da konventionelle Reserven von Erdgas und Erdöl weniger zugänglich geworden sind. Diese Methode ermöglicht es, unkonventionelle Reserven aus Schiefergestein, Tonschiefer und anderen geologischen Formationen zu erschließen.

Es gibt jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Fracking. Diese betreffen vor allem die potenzielle Wasserverschmutzung durch das Einbringen von Chemikalien und das Abwasser, das aus dem Bohrloch zurückfließt. Lecks und undichte Stellen können auch zu einer Kontamination des Grundwassers führen. Darüber hinaus wird die Methode auch mit Erdbeben in Verbindung gebracht, da der hohe Druck tief in der Erde Spannungen freisetzen kann.

Aufgrund dieser Kontroversen und Umweltbedenken haben einige Länder und Regionen Beschränkungen oder Verbote für Fracking eingeführt. Andere wiederum sehen das Potenzial von Fracking als wirtschaftliches Anreizmittel und setzen diese Technik weiterhin ein, um ihre Energieabhängigkeit zu verringern und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Es ist wichtig anzumerken, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Darstellung handelt und dass die Meinungen zu hydraulic fracturing je nach Experten und Interessengruppen variieren können.